Das Schlafdefizit.
Warum chronischer Schlafmangel selten an einer einzigen Sache liegt — und warum eine Schlaftablette das eigentliche Problem fast nie löst.
Wer schlecht schläft, hat oft schon viele Wege probiert. Magnesium am Abend. Den Wecker früher gestellt. Die Apple-Watch ausgewertet. Beim Hausarzt war zehn Minuten Zeit, die Diagnose lautete „Stress", die Therapie ein Rezept für Zopiclon. Ein halbes Jahr später schlafen Sie ein bisschen — und sind tagsüber trotzdem nicht da.
Chronische Schlafstörungen sind selten monokausal. Sie sind das Ergebnis aus Verhaltensgewohnheiten, manchmal aus körperlichen Befunden (Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom, Hormonschwankungen), häufig aus einer erlernten Angst vor dem nicht-Schlafen — die wiederum dafür sorgt, dass man nicht schläft.
Wir nehmen uns für den Erstkontakt anderthalb Stunden. Das reicht, um die wirkliche Geschichte zu hören und eine Diagnose zu stellen, die mehr ist als ein Buchstabencode.
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01
Einschlafstörung
Sie liegen mehr als dreißig Minuten wach, mindestens drei Nächte pro Woche, länger als drei Monate.
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02
Durchschlafstörung
Sie werden wiederholt nachts wach und finden nicht zurück in den Schlaf. Häufig zwischen 02:30 und 04:00 Uhr.
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03
Nicht erholsamer Schlaf
Sie schlafen scheinbar genug — und sind tagsüber trotzdem konstant müde, gereizt, unkonzentriert.
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04
Schnarchen & Atempausen
Partner:innen berichten von lautem Schnarchen und Atemaussetzern. Sie wachen mit Kopfschmerz auf.
¹ Quelle: DAK-Gesundheitsreport 2023 zur Insomnie-Prävalenz in Deutschland. Methodische Einschränkungen bei Selbstberichten beachten.